Roaming

Roaming - die große Kostenfalle

Roaming (engl. herumwandern, streunen, herumstreifen) Unter Roaming versteht man die Möglichkeit eines Mobilfunknetz-Teilnehmers, in einem anderen, fremden Netzwerk („visited network“) als seinem Heimnetzwerk („home network“) automatisch Anrufe empfangen oder tätigen zu können, automatisch Daten schicken und empfangen zu können oder Zugriff auf andere Mobilfunknetzdienstleistungen zu haben. Roaming-Fähigkeiten können dann z. B. relevant für einen Teilnehmer sein, wenn er sich außerhalb des geographischen Gebietes bewegt, welches durch sein Heimnetzwerk abgedeckt wird.

Aufgrund der hohen Roaming-Gebühren europäischer Mobilfunkanbieter stimmte der EU-Ministerrat am 7. Juni 2007 der Verordnung zu, die Gebühren für Anrufe im EU-Ausland zu senken. Mittlerweile gilt seit dem 1. Juli 2010 EU-weit eine neue Höchstgrenze für abgehende und ankommende Anrufe. Die Mobilfunkanbieter dürfen seit diesem Datum für abgehende Anrufe maximal 39 Cent pro Minute und für ankommende Anrufe maximal 15 Cent pro Minute (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer) berechnen.

Wir empfehlen im Ausland über eine lokale Handykarte oder einen lokalen Festnetzanschluss zu telefonieren, da bei der Nutzung einer deutschen Handykarte im Ausland die zuvor beschriebenen Roaming-Gebühren anfallen. Einige Callthrough-Anbieter wie zum Beispiel Kisstel haben Einwahlnummern im europäischen Ausland über die günstig nach Deutschland oder in andere Länder telefoniert werden kann.

Neu: Obergrenze bei Datenverbindungen
Seit dem 1. Juli 2010 gilt EU-weit eine monatliche Kostengrenze für Daten-Roaming in Höhe von 50,- Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Kommt der Nutzer zu 80% an diese Datengrenze heran, muss er vom Mobilfunkbetreiber benachrichtigt werden.